Dienstag, 1. Mai 2012

Libellen-Schmetterlingshaft

Zusammen mit einigen Fotofreunden bin ich nach Baden-Württemberg in das Kaiserstuhl-Gebiet gefahren. Ich hatte die Hoffnung auf Motive, welche in unserem kalten Fichtelgebirge nicht anzutreffen sind.
Tja! Und was soll ich sagen: Meine Hoffnungen wurden weit übertroffen!
Dank tatkräftiger Unterstützung ortskundiger Naturfotografen der GDT-Regionalgruppe Baden habe ich Arten zu Gesicht bekommen, von denen ich nicht zu träumen gewagt hatte. 
Eines dieser seltenen, wärmeliebenden Geschöpfe möchte ich hier gerne zeigen: Den

Libellen-Schmetterlingshaft  (Libelloides coccajus)

Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Schmetterlinge. Betrachtet man sie jedoch aus der Nähe, erkennt man sehr schnell, dass sie zur Ordnung der Netzflügler gehören. Sie erreichen etwa eine Flügelspannweite von 42 - 55mm und ernähren sich von kleinen Fluginsekten.







Sonntag, 1. April 2012

Zaunkönig

Eigentlich wollte ich an diesem Abend nur bei der Eisvogelwand nach dem "Rechten" sehn und prüfen, ob die fliegenden Edelsteine wieder am gleichen Ort brüten wie im vergangenen Jahr.
Auf dem Weg dorthin bin ich wohl, ohne es zu bemerken, einem Zaunkönig zu nahe auf die Pelle gerückt. Das Zaunkönigmännchen hat mir daraufhin erst einmal ordentlich die Leviten gelesen :-)
Schmunzelnd bin ich einige Meter zurückgewichen und habe den kleinen Kerl eine Zeit lang durchs Fernglas beobachtet. Schnell konnte ich 2 - 3 von ihm bevorzugte Ansitzäste ausmachen und habe mir vorgenommen, am nächsten Morgen wieder zurückzukommen.
Also hab ich am Samstag mein Tarnzelt aufgebaut und gewartet. Nach etwa 45 Minuten kam er auch das erste Mal angeflogen und begann sofort zu singen. Was für ein Glück! Etwa eine Minute blieb er vor mir sitzen und kam in den 3 Stunden, in denen ich vor Ort war, immer wieder einmal vorbei.




Sonntag, 19. Februar 2012

Winter im NP Bayerischer Wald

Zusammen mit einigen Freunden konnte ich einen Tag im tief verschneiten NP Bayerischer Wald verbringen.
Dabei sind selbstverständlich auch einige Bilder entstanden ;-)











Dienstag, 7. Februar 2012

Schneeberg

Hin und wieder "zieht" es mich auf den Schneeberg / Fichtelgebirge. Mit 1051m ist er das "Dach Frankens".
Wer den Gipfel für sich alleine haben möchte, sollte sehr früh aufsteigen. Oder aber spät abends, so wie ich. Bis zum Sonnenuntergang habe ich bei eisigen Temperaturen ausgeharrt, um das letzte Streiflicht des Tages zu nutzen.










Sonntag, 1. Januar 2012

Artenschutz - oder - eine letzte gute Tat in 2011

Warum Artenschutz?
Neben einem guten Nahrungsangebot muss im Lebensraum des Rauhfußkauz' auch ein entsprechendes Vorkommen von geeigneten Bruthöhlen vorhanden sein.
Der Rauhfußkauz braucht Schwarzspechthöhlen oder natürlich entstandene Höhlen mit einem Einschlupfloch von mindestens 80mm Durchmesser.
Nun muss man bedenken, dass Bäume erst ab einem Alter von etwa über 100 Jahren groß genug sind, um einen für den Schwarzspecht geeigneten Durchmesser zu erreichen. Stürme und vor allem die z.Zt. zunehmende forstwirtschaftliche Nutzung erklären die Seltenheit derartiger Höhlenbäume.
Hier gilt es Abhilfe zu schaffen. Sei es durch aufwändiges Kennzeichnen von Biotop- und Brutbäumen zum Schutz vor Fällung und/oder durch das Aufhängen von künstlichen Bruthöhlen, welche gerne vom Rauhfußkauz angenommen werden.
Zusammen mit meinem Freund vom Landesbund für Vogelschutz, Hannes Küspert, war ich auch am Ende des vergangenen Jahres 2011 wieder unterwegs um Nistkästen zu installieren. Hannes hatte bereits im Vorfeld Reviere des nachtaktiven Jägers erkundet. In diese haben wir am Nachmittag des 30.12. insgesamt 4 Kästen platziert.
Die Position der nun mit jeweils einem Nistkasten bestückten Bäume wird mit Hilfe eines GPS-Gerätes genau erfasst.
Selbstverständlich darf man nicht willkürlich Nistkästen in den Wald hängen, sondern sollte dies mit dem Waldbesitzer und der zuständigen Behörde absprechen.

Rauhfußkauz Weibchen in einer alten Buche
 Rauhfußkauz Weibchen in einem Nistkasten ohne Marderschutz
 Hannes beim Anbringen eines neuen Kasten mit Marderschutz
 die schweren und sperrigen Holzbetonkästen werden etwa in 4 - 6m Höhe angebracht
 Hannes beim Ermitteln der exakten Position mittels GPS

Mittwoch, 16. November 2011

Hochmoor

Heute konnte ich einige Stunden im Zeitelmoos, einem der letzten verbliebenen Hochmoore im Fichtelgebirge, verbringen.
Über Nacht hat der Frost den Teich mit Eis und das verdorrte Gras mit Raureif überzogen und so eine Märchenlandschaft geschaffen.
Die aufgehende Sonne "zauberte" ein Funkeln und Glitzern ins Moor wie ich es selten zuvor gesehen habe.

 

Donnerstag, 3. November 2011

Weißmain

Neben dem Frühling ist der Herbst für mich die wohl schönste Jahreszeit. Wald und Flur präsentieren sich in teilweise unglaublichen Farben. Bevor der erste Herbststurm das bunte Laub von den Bäumen fegt wollte ich unbedingt noch einmal mit der Fotoausrüstung los ziehen. Vergangenen Dienstag habe ich einen Vormittag am Weißmain verbracht. Nicht nur die Farbenpracht hat mich in ihren Bann gezogen sondern auch eine Wasseramsel, welche immer wieder wie ein Pfeil an mir vorbeigeschossen ist.