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Donnerstag, 22. Januar 2015

Glockenhöhle

Seit vielen Tagen liegt das Fichtelgebirge im Dauergrau! Fotomotive sind bei diesem trüben Wetter absolute Mangelware! Daher habe ich mich sehr gefreut, als mich ein Freund zu einer Fledermaustour eingeladen hat.
Zusammen besuchten wir die Glockenhöhle bei Wunsiedel. Wir wollten nach überwinternden Fledermäusen suchen.
Tatsächlich konnten wir insgesamt fünf dieser nachtaktiven Säugetiere finden. Vier Große Mausohren und ein Braunes Langohr haben wir entdeckt. Sicher halten sich noch weitere Tiere in der Höhle auf, aber in den vielen kleinen Spalten und Klüften sind sie sehr schwer auszumachen. Aus Rücksicht hielten wir uns außerdem nur eine kurze Zeit in dem kleinen Winterquartier auf! Schließlich wollten wir auf jeden Fall eine Störung der Flattermänner vermeiden.
Natürlich gab es auch überwinternde Insekten zu bestaunen, z.B. Zimteulen.

Hervorheben möchte ich noch die große Population der Krauss' Höhlenschrecke (Troglophilus neglectus). Darüber hinaus haben mir die Großen Höhlenspinnen einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Die Große Höhlenspinne wurde von der European Society of Arachnology zur Spinne des Jahres 2012 gekürt. Zusätzlich ernannte der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher diese Spinne zum Höhlentier des Jahres 2012.

Große Höhlenspinne (Meta menardi)

 Bedornte Höhlenschrecke (Troglophilus neglectus Krauss)



 Großes Mausohr  (Myotis myotis)





Donnerstag, 25. Juli 2013

Unterwelt

Letzte Woche konnte ich mit einem Freund die vielleicht seltensten Langfühlerschrecken Deutschlands fotografieren: Die Krauss-Höhlenschrecke (Troglophilus neglectus).

Ein Bekannter hatte die Art 1997 bei einer Säuberungsaktion in einer kleinen Karsthöhle im Wunsiedler Urkalkzug entdeckt. Er hatte die Aufgabe, ein neues Winterquartier für Fledermäuse zu schaffen. Hierfür wurde die völlig zugemüllte Höhle mit einem ABM-Trupp gesäubert. Das ihm unbekannte Insekt weckte schnell sein Interesse...

Es war der einzige Fundort in Deutschland. 
Inzwischen sind weitere Funde in der Eifel und im Erzgebirge bekannt.

Ob die Population eingeschleppt wurde oder schon immer im Fichtelgebirge heimisch ist konnte noch nicht geklärt werden.

Ihren Lebensraum teilen sich die Höhlenschrecken u.a. mit der Großen Höhlenspinne (Meta menardi).
Sie wurde von der European Society of Arachnology zur Spinne des Jahres 2012 gekürt. Zusätzlich ernannte der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher diese Spinne zum Höhlentier des Jahres 2012.