Sonntag, 1. Januar 2012

Artenschutz - oder - eine letzte gute Tat in 2011

Warum Artenschutz?
Neben einem guten Nahrungsangebot muss im Lebensraum des Rauhfußkauz' auch ein entsprechendes Vorkommen von geeigneten Bruthöhlen vorhanden sein.
Der Rauhfußkauz braucht Schwarzspechthöhlen oder natürlich entstandene Höhlen mit einem Einschlupfloch von mindestens 80mm Durchmesser.
Nun muss man bedenken, dass Bäume erst ab einem Alter von etwa über 100 Jahren groß genug sind, um einen für den Schwarzspecht geeigneten Durchmesser zu erreichen. Stürme und vor allem die z.Zt. zunehmende forstwirtschaftliche Nutzung erklären die Seltenheit derartiger Höhlenbäume.
Hier gilt es Abhilfe zu schaffen. Sei es durch aufwändiges Kennzeichnen von Biotop- und Brutbäumen zum Schutz vor Fällung und/oder durch das Aufhängen von künstlichen Bruthöhlen, welche gerne vom Rauhfußkauz angenommen werden.
Zusammen mit meinem Freund vom Landesbund für Vogelschutz, Hannes Küspert, war ich auch am Ende des vergangenen Jahres 2011 wieder unterwegs um Nistkästen zu installieren. Hannes hatte bereits im Vorfeld Reviere des nachtaktiven Jägers erkundet. In diese haben wir am Nachmittag des 30.12. insgesamt 4 Kästen platziert.
Die Position der nun mit jeweils einem Nistkasten bestückten Bäume wird mit Hilfe eines GPS-Gerätes genau erfasst.
Selbstverständlich darf man nicht willkürlich Nistkästen in den Wald hängen, sondern sollte dies mit dem Waldbesitzer und der zuständigen Behörde absprechen.

Rauhfußkauz Weibchen in einer alten Buche
 Rauhfußkauz Weibchen in einem Nistkasten ohne Marderschutz
 Hannes beim Anbringen eines neuen Kasten mit Marderschutz
 die schweren und sperrigen Holzbetonkästen werden etwa in 4 - 6m Höhe angebracht
 Hannes beim Ermitteln der exakten Position mittels GPS

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