Sonntag, 23. August 2026

Laubfrosch

Der Europäische Laubfrosch gehört zu den faszinierendsten Amphibienarten im Fichtelgebirge. Mit seiner leuchtend grünen Haut ist der winzige Frosch in der dichten Vegetation perfekt getarnt. Dank der charakteristischen Haftscheiben an den Zehen kann er mühelos an Blättern und Schilfhalmen emporklettern.

Im Fichtelgebirge besiedelt er bevorzugt besonnte, fischfreie Kleingewässer und Feuchtgebiete. Während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr versammeln sich die Männchen an den Gewässern zu lautstarken Chören. Ihr unverkennbares Quaken ist selbst aus mehreren Hundert Metern Entfernung deutlich zu hören. Die Weibchen legen ihren Laich in kleinen Ballen an untergetauchten Wasserpflanzen ab. Nach der Metamorphose verlassen die jungen Frösche das Wasser und erobern die umliegenden Landlebensräume.

Als Nahrung dienen dem geschickten Jäger vor allem Insekten, Spinnen und kleine Schnecken. Auf steigende Temperaturen und klimabedingte Trockenheit reagiert die kleine Amphibie jedoch äußerst empfindlich. Der Verlust von geeigneten Laichgewässern stellt eine große Bedrohung für die lokalen Bestände dar. Umso wichtiger sind gezielte Naturschutzmaßnahmen, um den geschützten Laubfrosch im Fichtelgebirge langfristig zu erhalten.













Sonntag, 26. Juli 2026

Apollofalter

Er ist einer unserer schönsten und größten Tagfalter: Der Apollofalter! Auf mich über er eine magische Anziehungskraft aus und so zieht es mich immer wieder in seinen Lebensraum. Der Apollofalter (Parnassius apollo) ist ein seltener und geschützter Schmetterling, der in Franken vor allem in den Kalkgebirgen der Fränkischen Schweiz und des Frankenjuras vorkommt. Seine markanten roten Flecken auf den weißlichen Flügeln machen ihn zu einem der auffälligsten Tagfalter der Region. In Franken findet man den Apollofalter besonders auf trockenen, sonnigen Hängen mit spärlicher Vegetation, wo seine Futterpflanzen wie Sedum-Arten wachsen. Durch Lebensraumverlust und Klimawandel ist der Bestand des Apollofalters in Franken stark rückläufig, weshalb er unter strengem Artenschutz steht. Naturschutzprojekte in Franken versuchen, durch gezielte Pflege von Kalkmagerrasen den Lebensraum des Apollofalters zu erhalten und zu fördern.











Sonntag, 21. Juni 2026

Randring-Perlmuttfalter

Der Randring-Perlmuttfalter (Boloria eunomia) ist ein seltener und geschützter Schmetterling aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Er ist vor allem in feuchten, moorigen Lebensräumen wie Hochmooren, Feuchtwiesen und Lichtungen in Nord- und Mitteleuropa verbreitet. Sein Name leitet sich von den perlmuttartig schimmernden Flecken auf der Unterseite seiner Flügel ab, die in zarten Rosa-, Weiß- und Brauntönen schillern.

Die Flügeloberseite ist orange-braun mit schwarzen Mustern, wobei die Weibchen oft dunkler gefärbt sind als die Männchen. Die Art ist stark an ihren Lebensraum gebunden und reagiert empfindlich auf Veränderungen wie Trockenlegung oder Düngung. Der Randring-Perlmuttfalter fliegt in einer Generation von Mai bis Juli und ernährt sich von Nektar verschiedener Blumen. Seine Raupen leben von Sauerampfer- und Knötericharten.

Aufgrund des Rückgangs seiner Lebensräume gilt der Randring-Perlmuttfalter in vielen Regionen als gefährdet und steht unter Artenschutz.











Samstag, 30. Mai 2026

Goldener Scheckenfalter

Der Goldene Scheckenfalter ist ein auffälliger Tagfalter aus der Familie der Edelfalter. Sein wissenschaftlicher Name lautet Euphydryas aurinia. Die Flügel des Falters sind orange-golden gefärbt und zeigen ein charakteristisches schwarzes Muster. Er lebt vor allem auf feuchten Wiesen, Mooren und extensiv genutzten Graslandschaften. Der Goldene Scheckenfalter ist in vielen Teilen Europas verbreitet, jedoch stark gefährdet. Seine Raupen ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen wie dem Teufelsabbiss. Die Weibchen legen ihre Eier in Gruppen an den Futterpflanzen ab. Nach dem Schlüpfen leben die Raupen zunächst gemeinschaftlich in einem Gespinst. Später überwintern sie und entwickeln sich im Frühjahr weiter. Der Rückgang seiner Lebensräume macht Schutzmaßnahmen für diese Art besonders wichtig.















Donnerstag, 14. Mai 2026

Melanistische Kreuzotter

 Melanistische Kreuzottern sind Kreuzottern (Vipera berus), deren Schuppen überwiegend schwarz oder sehr dunkel gefärbt sind. Diese Farbvariante entsteht durch eine übermäßige Einlagerung des Pigments Melanin. Trotz ihrer dunklen Farbe gehören sie zur selben Art wie hell gefärbte Exemplare. Melanistische Tiere kommen besonders häufig in kühleren Regionen vor. Ihre dunkle Färbung ermöglicht es ihnen, Sonnenwärme schneller aufzunehmen – ein Vorteil bei niedrigen Temperaturen. Dadurch können sie früher am Tag aktiv werden und ihre Körpertemperatur effektiver regulieren. In manchen Populationen überwiegen die melanistischen Individuen sogar. Die Zeichnung der typischen Zickzacklinie ist oft nur schwach oder gar nicht sichtbar. 








Sonntag, 14. Dezember 2025

Der frühe Vogel...

Es ist nicht immer leicht, in aller Hergottsfrühe auzustehen, um noch vor Sonnenaufgang am gewünschten Fotospot zu sein. Zumal hier im Fichtelgebirge vorher noch eine Wanderung in Dunkelheit auf einen Gipfel erforderlich ist. Oben angekommen steht man nicht selten im dichten Nebel. Dann kann die Mühe kann zumindest als sportliche Betätigung angesehen werden.

Wenn aber alles passt: Uhrzeit! Wetter! Licht! Dann liefert die Natur ein Spektakel, welches die Anstrengung allemal wert ist.