Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) gehört zu den bekanntesten Heimischen Amphibien in den mitteleuropäischen Wäldern. Mit seiner tiefschwarzen Haut und der auffälligen gelben bis orangefarbenen Zeichnung ist er im Wald leicht zu erkennen. Dieses markante Muster dient in der Natur als Warnsignal für Fressfeinde, da der Salamander über Drüsen an der Haut ein wirksames Abwehrgift absondern kann. Am liebsten hält er sich in feuchten, schattigen Laubmischwäldern auf, wo er den Tag unter Totholz, Steinen oder im Laub verbirgt. Erst bei Dämmerung oder nach ausgiebigem Regen verlässt der feuchtigkeitsliebende Lurch sein Versteck, um auf Jagd zu gehen. Auf seinem Speiseplan stehen vor allem Nacktschnecken, Würmer, Asseln und kleine Insekten. Eine Besonderheit des Feuersalamanders ist seine Fortpflanzung, denn er legt keine Eier, sondern bringt lebende, bereits mit Kiemen ausgestattete Larven im Wasser zur Welt. Zur Larvenabgabe benötigt das Weibchen kühle, sauerstoffreiche und fischfreie Bäche oder kleine Quellbereiche. Durch den Verlust feuchter Lebensräume und das Trockenfallen von Bächen steht die Art in vielen Regionen zunehmend unter Druck. Zudem bedroht seit einigen Jahren der aggressive Hautpilz Bsal die Bestände des Feuersalamanders in Europa erheblich.
Thomas Marth Naturfotografie
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Sonntag, 13. September 2026
Feuersalamander
Sonntag, 23. August 2026
Laubfrosch
Der Europäische Laubfrosch gehört zu den faszinierendsten Amphibienarten im Fichtelgebirge. Mit seiner leuchtend grünen Haut ist der winzige Frosch in der dichten Vegetation perfekt getarnt. Dank der charakteristischen Haftscheiben an den Zehen kann er mühelos an Blättern und Schilfhalmen emporklettern.
Im Fichtelgebirge besiedelt er bevorzugt besonnte, fischfreie Kleingewässer und Feuchtgebiete. Während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr versammeln sich die Männchen an den Gewässern zu lautstarken Chören. Ihr unverkennbares Quaken ist selbst aus mehreren Hundert Metern Entfernung deutlich zu hören. Die Weibchen legen ihren Laich in kleinen Ballen an untergetauchten Wasserpflanzen ab. Nach der Metamorphose verlassen die jungen Frösche das Wasser und erobern die umliegenden Landlebensräume.
Als Nahrung dienen dem geschickten Jäger vor allem Insekten, Spinnen und kleine Schnecken. Auf steigende Temperaturen und klimabedingte Trockenheit reagiert die kleine Amphibie jedoch äußerst empfindlich. Der Verlust von geeigneten Laichgewässern stellt eine große Bedrohung für die lokalen Bestände dar. Umso wichtiger sind gezielte Naturschutzmaßnahmen, um den geschützten Laubfrosch im Fichtelgebirge langfristig zu erhalten.
Sonntag, 26. Juli 2026
Apollofalter
Er ist einer unserer schönsten und größten Tagfalter: Der Apollofalter! Auf mich über er eine magische Anziehungskraft aus und so zieht es mich immer wieder in seinen Lebensraum. Der Apollofalter (Parnassius apollo) ist ein seltener und geschützter Schmetterling, der in Franken vor allem in den Kalkgebirgen der Fränkischen Schweiz und des Frankenjuras vorkommt. Seine markanten roten Flecken auf den weißlichen Flügeln machen ihn zu einem der auffälligsten Tagfalter der Region. In Franken findet man den Apollofalter besonders auf trockenen, sonnigen Hängen mit spärlicher Vegetation, wo seine Futterpflanzen wie Sedum-Arten wachsen. Durch Lebensraumverlust und Klimawandel ist der Bestand des Apollofalters in Franken stark rückläufig, weshalb er unter strengem Artenschutz steht. Naturschutzprojekte in Franken versuchen, durch gezielte Pflege von Kalkmagerrasen den Lebensraum des Apollofalters zu erhalten und zu fördern.
Sonntag, 21. Juni 2026
Randring-Perlmuttfalter
Der Randring-Perlmuttfalter (Boloria eunomia) ist ein seltener und geschützter Schmetterling aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Er ist vor allem in feuchten, moorigen Lebensräumen wie Hochmooren, Feuchtwiesen und Lichtungen in Nord- und Mitteleuropa verbreitet. Sein Name leitet sich von den perlmuttartig schimmernden Flecken auf der Unterseite seiner Flügel ab, die in zarten Rosa-, Weiß- und Brauntönen schillern.
Die Flügeloberseite ist orange-braun mit schwarzen Mustern, wobei die Weibchen oft dunkler gefärbt sind als die Männchen. Die Art ist stark an ihren Lebensraum gebunden und reagiert empfindlich auf Veränderungen wie Trockenlegung oder Düngung. Der Randring-Perlmuttfalter fliegt in einer Generation von Mai bis Juli und ernährt sich von Nektar verschiedener Blumen. Seine Raupen leben von Sauerampfer- und Knötericharten.
Aufgrund des Rückgangs seiner Lebensräume gilt der Randring-Perlmuttfalter in vielen Regionen als gefährdet und steht unter Artenschutz.
Samstag, 30. Mai 2026
Goldener Scheckenfalter
Der Goldene Scheckenfalter ist ein auffälliger Tagfalter aus der Familie der Edelfalter. Sein wissenschaftlicher Name lautet Euphydryas aurinia. Die Flügel des Falters sind orange-golden gefärbt und zeigen ein charakteristisches schwarzes Muster. Er lebt vor allem auf feuchten Wiesen, Mooren und extensiv genutzten Graslandschaften. Der Goldene Scheckenfalter ist in vielen Teilen Europas verbreitet, jedoch stark gefährdet. Seine Raupen ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen wie dem Teufelsabbiss. Die Weibchen legen ihre Eier in Gruppen an den Futterpflanzen ab. Nach dem Schlüpfen leben die Raupen zunächst gemeinschaftlich in einem Gespinst. Später überwintern sie und entwickeln sich im Frühjahr weiter. Der Rückgang seiner Lebensräume macht Schutzmaßnahmen für diese Art besonders wichtig.




















































