Donnerstag, 25. Juli 2013

Unterwelt

Letzte Woche konnte ich mit einem Freund die vielleicht seltensten Langfühlerschrecken Deutschlands fotografieren: Die Krauss-Höhlenschrecke (Troglophilus neglectus).

Ein Bekannter hatte die Art 1997 bei einer Säuberungsaktion in einer kleinen Karsthöhle im Wunsiedler Urkalkzug entdeckt. Er hatte die Aufgabe, ein neues Winterquartier für Fledermäuse zu schaffen. Hierfür wurde die völlig zugemüllte Höhle mit einem ABM-Trupp gesäubert. Das ihm unbekannte Insekt weckte schnell sein Interesse...

Es war der einzige Fundort in Deutschland. 
Inzwischen sind weitere Funde in der Eifel und im Erzgebirge bekannt.

Ob die Population eingeschleppt wurde oder schon immer im Fichtelgebirge heimisch ist konnte noch nicht geklärt werden.

Ihren Lebensraum teilen sich die Höhlenschrecken u.a. mit der Großen Höhlenspinne (Meta menardi).
Sie wurde von der European Society of Arachnology zur Spinne des Jahres 2012 gekürt. Zusätzlich ernannte der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher diese Spinne zum Höhlentier des Jahres 2012.






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